Ostern in Rom ist eine Mischung aus tief verwurzelten religiösen Traditionen und fröhlichen Feierlichkeiten, was es zu einer der aufregendsten Zeiten für einen Besuch macht. Die einzigartigste und unumgängliche Tradition ist die Ostermesse des Papstes im Petersdom, bei der sich Tausende von Gläubigen auf dem Petersplatz versammeln, um dem Segen Urbi et Orbi beizuwohnen, einer Friedensbotschaft an die Welt. Im Vorfeld des Ostersonntags ist die vom Papst geführte Via Crucis (Kreuzweg) im Kolosseum ein tief bewegendes Erlebnis, bei dem die antiken Wahrzeichen Roms im Kerzenlicht erstrahlen. Eine weitere lokale Tradition ist die Osternacht im Petersdom am Karsamstag, eine dramatische Zeremonie, bei der die Kirche zunächst im Dunkeln liegt, bevor sie von Kerzenlicht erleuchtet wird, das die Auferstehung Christi symbolisiert.
Neben den religiösen Feierlichkeiten geht es an Ostern in Rom auch um Essen und Familie. Die Römer feiern mit üppigen Festen, zu denen Abbacchio alla Romana (Lammbraten mit Rosmarin und Knoblauch) und die Colomba di Pasqua, ein süßer taubenförmiger Kuchen, der den Frieden symbolisiert, gehören. Der Ostermontag, auch Pasquetta genannt, ist ein Tag des Vergnügens, an dem die Einheimischen in die Landschaft oder in die Stadtparks gehen, um zu picknicken, zu spielen und zu lachen.